Teufelszeug

Teufelszeug

Teufelszeug

Succisa pratensis – der Teufelsabbiss aus der Familie der Kardengewächse – verdankt seinen Namen der Form seines Wurzelstockes. Dieser sieht nämlich so aus, als hätte der Teufel von unten hineingebissen. Das klingt zwar etwas unerfreulich, ist jedoch dem Wert dieser zauberhaften Wildstaude für bestäubende Insekten kein bisschen abträglich.

Der Teufelsabbiss gedeiht auf Trocken- oder Magerrasen. Im Hummelgarten versamt er sich prima auf einem Teil der Wiese, der eher steinig und nicht tiefgründig ist, und zudem nie gedüngt wird. Diese Fläche wird phasenweise sehr trocken, was die Staude eine Zeit lang verträgt, jedoch nicht dauerhaft. Zwischendurch braucht die Pflanze ausreichend Nässe, da sie auf wechselfeuchte Standorte angewiesen ist. Ursprünglich habe ich einige Stauden zwischen den Apfelbäumen gesetzt, wo mehr Humus und damit auch Feuchtigkeit vorhanden ist. Doch das passte dem Teufelsabbiss nicht, und so zog er weiter, um sich an einem passenderen Standort weiter oben in der steinigen wechselfeuchten Fläche auszubreiten 🙂

Die Blüten von Succisa sind eine äusserst wertvolle Spätsommertracht für viele verschiedene Insekten, denn sie bieten sehr viel Nektar und sehr viel Pollen. Kein Wunder also, dass ich jetzt Ende August stets mehrere Hummeln und andere Wildbienen im Blütenmeer beobachten kann. Gestern entdeckte ich sogar einen exotischen Gast auf einer der Blüten: eine asiatische Mörtelbiene. Sie hat ziemlich beeindruckende Beisswerkzeuge.

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